Gesamtregionales Radverkehrskonzept“: GRÜNE und SPD wollen Klarheit über geplante Radschnellwege

Kristina Neveling, Kreistagsabgeordnete der GRÜNEN im Rhein-Kreis Neuss und Sprecherin Mobilität
Kristina Neveling, Kreistagsabgeordnete der GRÜNEN im Rhein-Kreis Neuss und Sprecherin Mobilität
Gemeinsame Pressemitteilung der Kreistagsfraktionen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und SPD

Auf dem Weg zur Mod­ell­re­gion für nach­haltige Mobil­ität erar­beit­et der Zweck­ver­band Land­folge Garzweil­er ein „Gesamtre­gionales Rad­verkehrskonzept für das Rheinis­che Revi­er“. Dieses sieht vor, über einen Zeitraum von 20 Jahren zahlre­iche Mobil­ität­spro­jek­te zur Stärkung des Rad­verkehrs im Rheinis­chen Revi­er zu real­isieren und somit maßge­blich zur Ent­las­tung beste­hen­der Verkehrsnet­ze beizu­tra­gen. Koop­er­a­tionspart­ner ist unter anderem der Rhein-Kreis Neuss.

Der Mobil­ität­sauss­chuss des Kreis­es hat im Rah­men der Pla­nungsphase die Ein­rich­tung von vier Rad­schnell­we­gen vorgeschla­gen; ein Aus­tausch mit den kreisange­höri­gen Kom­munen hat unlängst stattgefunden.

Vor diesem Hin­ter­grund haben die Kreistags­frak­tio­nen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und SPD eine Anfrage zur näch­sten Sitzung des Mobil­ität­sauss­chuss­es am 26. August 2021 formuliert.

Neben der Abfrage des „Sta­tus quo“ möcht­en die Kreistags­frak­tio­nen Klarheit über die Anbindung der geplanten Rad­schnell­wege an den öffentlichen Per­so­nen­nahverkehr (ÖPNV) sowie an die beste­hen­den Rad­verkehrsnet­ze — region­al und im Rhein-Kreis Neuss. In diesem Zusam­men­hang stellt sich auch die Frage, ob ein weit­er­er Aus­bau der lokalen beziehungsweise kreisweit­en Rad­verkehrsnet­ze vorge­se­hen ist, um auch kleinere Ort­steile sowie Neubau- und Gewer­bege­bi­ete an die Rad­schnell­wege anschließen zu können.

Unser gemein­sames Ziel ist es, Anreize zu schaf­fen, um die All­t­agsverkehre vom motorisierten Indi­vid­u­alverkehr auf den Fuß- und Fahrrad­verkehr sowie den ÖPNV umzuleit­en“, erk­lärt Kristi­na Nevel­ing, Kreistagsab­ge­ord­nete der GRÜNEN im Rhein-Kreis Neuss und Sprecherin für Mobil­ität. „Ein Schw­er­punkt unser­er Rad­verkehrspoli­tik ist daher die Verknüp­fung des Rad­verkehrsnet­zes mit dem ÖPNV. Außer­dem sollen die beste­hen­den Rad­verkehrsnet­ze sin­nvoll mit den neuen Rad­schnell­we­gen ver­bun­den werden.“

Doris Wis­se­mann, stel­lvertre­tende Frak­tionsvor­sitzende der SPD-Kreistags­frak­tion im Rhein-Kreis Neuss, fügt hinzu: „Das gesamtre­gionale Rad­verkehrskonzept muss eine Verknüp­fung zu den beste­hen­den und kün­fti­gen S‑Bahn-Hal­tepunk­ten im Kreis­ge­bi­et, etwa der Revi­er-S-Bahn, schaf­fen. Reisende oder Pendler*innen kön­nten so während ihrer Fahrt flex­i­bel von der S‑Bahn auf den Rad­schnell­weg und umgekehrt wech­seln. Das kön­nte die Moti­va­tion steigern, auch län­gere Streck­en mit dem Fahrrad zurück­zule­gen, da immer eine — umwelt­fre­undliche — Alter­na­tive vorhan­den ist“.

GRÜNE und SPD sind sich einig: Rad­fahren soll — gemein­sam mit dem ÖPNV — in Zukun­ft eine schnelle und bequeme Alter­na­tive zum Auto bilden!