Integration und Nutzung von geteilten Mobilitätssystemen im Rhein-Kreis Neuss: GRÜNE und SPD fordern Transparenz

Kristina Neveling, Kreistagsabgeordnete der GRÜNEN im Rhein-Kreis Neuss und Sprecherin Mobilität
Kristina Neveling, Kreistagsabgeordnete der GRÜNEN im Rhein-Kreis Neuss und Sprecherin Mobilität
Gemeinsame Pressemitteilung der Kreistagsfraktionen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und SPD

Geteilte Mobil­ität kann den öffentlichen Per­so­nen­nahverkehr attrak­tiv­er machen und den Kom­munen dabei helfen ihre Umwelt- und Kli­maschutzziele zu erre­ichen. Zu diesem Ergeb­nis kommt die zulet­zt vom Fraun­hofer-Insti­tut für Sys­tem- und Inno­va­tions­forschung veröf­fentlichte Studie „Shared Mobil­i­ty Facts“.

Dien­ste, die den Ver­leih von Pkw, Fahrrädern, E‑Bikes, Las­ten­rädern oder E‑Scootern anbi­eten, kön­nen dem­nach Teil ein­er zukun­fts­fähi­gen Mobil­ität sein, sofern diese zielo­ri­en­tiert in ein gesamtheitlich­es Mobil­ität­skonzept inte­gri­ert werden.

Vor diesem Hin­ter­grund haben die Kreistags­frak­tio­nen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und SPD eine Anfrage zur näch­sten Sitzung des Mobil­ität­sauss­chuss­es am 26. August 2021 formuliert.

Doris Wis­se­mann, umwelt­poli­tis­che Sprecherin der SPD-Frak­tion, erk­lärt: „Geteilte Mobil­itätssys­teme, soge­nan­nte Shar­ing-Dien­ste, kön­nen Teil der zukün­fti­gen Mobil­itätswende sein, wenn sie sin­nvoll einge­set­zt wer­den. Daher benöti­gen wir eine Bestand­sauf­nahme, welche Ange­bote in welch­er Form im Rhein-Kreis Neuss aktuell bestehen.“

Ins­beson­dere erbit­ten die Kreistags­frak­tio­nen in ihrer Anfrage Infor­ma­tio­nen darüber, welche Shar­ing-Dien­ste derzeit im Rhein-Kreis Neuss ange­boten und wie diese von den Bürger*innen angenom­men wer­den. Des Weit­eren soll gek­lärt wer­den, inwieweit eine Reg­ulierung der Shar­ing-Ange­bote stat­tfind­en soll und ob die Ver­wal­tung Ken­nt­nis von geplanten Mark­tein­trit­ten weit­er­er Anbi­eter hat.

Denn“, so Kristi­na Nevel­ing, Kreistagsab­ge­ord­nete der GRÜNEN im Rhein-Kreis Neuss und Sprecherin für Mobil­ität, „eine ziel- und konzept­lose Zulas­sung von geteil­ten Mobil­itätssys­te­men, trägt wed­er zu ein­er nach­halti­gen Verkehr­swende, noch zur Absenkung der CO2-Emis­sio­nen bei, son­dern führt eher dazu, dass die Ange­bote ungenutzt bleiben oder andere Verkehrsteilnehmer*innen stark beein­trächti­gen. Im schlimm­sten Fall lan­den E‑Scooter dann in Flüssen, Bächen oder Grünanlagen!“