Kommunalwahlprogramm 2014

LIEBE BÜRGERINNEN UND BÜRGER DES RHEIN-KREISES NEUSS,

wichtige poli­tis­che Entschei­dun­gen fall­en nicht nur auf kom­mu­naler oder Lan­desebene. Ger­ade die Beschlüsse des Kreistages gestal­ten unsere Region und geben ihr ein deut­lich­es Pro­fil. Ein Pro­fil, das wahrgenom­men wird als gemein­samer Wirtschaft­sraum, als Kul­tur­land­schaft, als Naturge­bi­et und als Men­tal­ität ihrer Bewohner­in­nen und Bewohn­er.

Auch der Rhein-Kreis Neuss braucht eine „grüne“ Stimme. Eine Stimme, die klug und kreativ auftritt, und ihre Kraft aus der erfol­gre­ichen und kom­pe­ten­ten Kom­mu­nalpoli­tik schöpft. Wir GRÜNE DES KREISVERBANDS haben fur den Rhein-Kreis Neuss klare Vorstel­lun­gen von ein­er gesellschaftlichen, ökol­o­gis­chen, wirtschaftlichen und kul­turellen Zukun­ft. Wir GRÜNE stellen nicht nur „grüne“ Fra­gen, son­dern liefern auch „grüne“ Antworten. Antworten und Losun­gen, die ver­ant­wortlich­es und nach­haltiges Han­deln in den Mit­telpunkt stellen.

Natür­lich sprechen wir in der poli­tis­chen Diskus­sion im Kreistag auch Wahrheit­en aus, die bit­ter sind. Das tun wir deshalb, weil diese Erken­nt­nisse das Resul­tat klar­er, vernün­ftiger Über­legun­gen sind. Kon­se­quentes und ehrlich­es Nach­denken über die Gegen­wart heißt fur uns, auf lange Sicht Ver­ant­wor­tung zu übernehmen und die Zukun­ft des Rhein-Kreis­es Neuss mitzugestal­ten.

Susanne Stephan-Gell­rich und Erhard Dem­mer
Spitzenkan­di­datin und Spitzenkan­di­dat des Kreisver­bands der Grü­nen

Agnes Groschke-Farus und Chris­t­ian Gau­mitz
Sprecherin und Sprech­er des Kreisvor­stands der Grü­nen

Energie und Umwelt

SONNE. STRATEGIE. STROM.

ERNEUERBARE-ENERGIEN-KREIS

Fos­sile Energie entwick­elt eine machtige Kraft. Eine Kraft, die es schafft, Land­schaften, Ortschaften und soziale Gemein­schaften zu veran­dern und ver­schwinden zu lassen. Der Braunkohleab­bau vor unser­er Haus­tur hat gewaltige Spuren hin­ter­lassen: eine ver­wun­dete Natur und eine ges­pal­tene Gesellschaft. Dass dieser Weg eine Sack­gasse ist, wis­sen wir schon lange. Die Energiewende muss her. Keine Frage, diese Umkehr ist nicht von heute auf mor­gen zu schaf­fen.

Erneuer­baren Energien gehort die Zukun­ft. Pho­to­voltaik, Winden­ergie, Bio­gas haben das Zeug zur Energiewende. Zieht der Rhein-Kreis Neuss bei dieser Wende mit, wird er zum Erneuer­bare-Energien-Kreis. Das ist unsere „grüne“ Vision.

In dieser „grü­nen“ Zukun­ft wird erneuer­bare Energie von dezen­tralen Energiev­er­sorg­ern ange­boten, wodurch Vielfalt und Wet­tbe­werb entste­ht. Begleit­et wird dieses Energiekonzept von scho­nen­dem Umgang mit Ressourcen, reduziertem Ver­brauch und der Ruckbesin­nung auf naturliche Kreis­laufe. Klar, auch saubere Energie muss trans­portiert wer­den. Trotz­dem mussen Strom­trassen und Kon­vert­er­sta­tio­nen unter der Prämisse Ökostrom noch ein­mal neu durch­dacht wer­den. Denn Gesund­heit und Leben­squal­ität der Men­schen hat fur uns Vor­rang.

RECYCLING IST KREISLAUFWIRTSCHAFT

Als GRÜNE wollen wir eine höhere Recy­clingquote, die Ein­führung ein­er Wert­stofftonne und eine kon­se­quente Nutzung der Grün- und Bioabfälle im Rhein-Kreis Neuss. Unsere Vorstel­lung: Aus Grün­abfällen gewonnenes Bio­gas wird in dezen­tralen Block­heizkraftwerken zur Strom- und Wärme­pro­duk­tion genutzt.

Wirtschaft und Fortschritt

WIRTSCHAFT. VERANTWORTUNG. ARBEITSPLATZE.

DER RHEIN-KREIS NEUSS IM HERZEN EUROPAS

Der Rhein-Kreis Neuss ist manch­mal der Nabel Europas. Fur viele Unternehmen trifft diese Aus­sage zu: Unternehmen­szen­tralen, Warenum­schlag­plätze, Trans­fer­routen, Pro­duk­tion­s­stan­dorte und Han­del­splat­tfor­men ‒ vieles spielt sich im Rhein-Kreis Neuss ab, was für Europa von wirtschaftlich­er Bedeu­tung ist. Damit beson­ders kleine und mit­tlere Unternehmen des Rhein-Kreis­es Neuss davon prof­i­tieren, sagen wir GRÜNE unsere Unter­stützung zu. Ein Grund mehr, ein ökol­o­gis­ches Güter­verkehrskonzept fur den Rhein-Kreis Neuss zu disku­tieren und zu entwick­eln.

VERBRAUCHERZENTRALE

Über 400.000 Ver­brauch­er leben im Rhein-Kreis Neuss. Wenn das kein Grund ist, für die Men­schen eine weit­ere unab­hängige zen­trale Kom­pe­ten­zstelle einzuricht­en.

Arbeit und Soziales

ARBEIT. AUFGABEN. ANERKENNUNG.

ARBEIT FINDEN STATT ARBEIT SUCHEN

Langzeitar­beit­slosen einen Job zu ver­mit­teln, klingt gut, ist aber die anspruchsvoll­ste Her­aus­forderung fur alle Mitar­bei­t­erin­nen und Mitar­beit­er eines Job­cen­ters. Für diese Königs­diszi­plin wollen wir GRÜNE das Job­cen­ter des Rhein-Kreis­es Neuss stärken. In unseren Vorstel­lun­gen begleit­en engagierte Bera­terin­nen und Berater die Langzeit­er­werb­slosen kon­tinuier­lich auf ihrem Weg zurück in die bezahlte Beschäf­ti­gung. Die Beratungsqual­ität muss sich dabei eng am per­sön­lichen Pro­fil des Erwerb­slosen ori­en­tieren, damit aus der Arbeitssuche endlich ein Arbeitfind­en wird.

FAMILIE UND BERUF

Frauen und Man­ner sind gle­ich? Fast. Was Qual­i­fika­tion, Durch­set­zungskraft, Leis­tungs­fähigkeit und Sou­veräni­tat bet­rifft, unter­schei­den sich Frauen nicht mehr von den Män­nern. Was noch fehlt, ist das Bewusst­sein, diese Fähigkeit­en als gle­ich­w­er­tig anzuerken­nen. An dieser Stelle wollen wir GRÜNE mit einem Kom­pe­tenzzen­trum nach­helfen, das Frauen im Job fördert. Dort wer­den wir heiße Eisen wie Kinder­be­treu­ung, flex­i­ble Arbeit­szeit­en, und Fort­bil­dung indi­vidu­ell besprechen und per­sön­liche Per­spek­tiv­en entwick­eln.

INKLUSION

In unseren Augen ist eine Gesellschaft dann erfol­gre­ich, wenn die Erfol­gre­ichen die weniger Erfol­gre­ichen nicht zurück­lassen. Das ver­ste­hen wir GRÜNE unter Inklu­sion. Das gilt fur alle Lebens­bere­iche. Im Rhein-Kreis Neuss unter­stützen wir Inklu­sion­spro­jek­te aktiv, damit sie erfol­gre­ich wer­den.

Wohnen und Mobilität

WOHNEN. ANTEILNEHMEN. PROFITIEREN.

MITEINANDER WOHNEN

Die Mis­chung macht‘s. Auch beim Wohnen. Jung und alt, fit und gebrech­lich, mit­ten im Beruf oder schon in Rente, Fam­i­lien mit Kindern und Sin­gles, reich­er und weniger reich: Wir wollen Lebensen­twürfe mis­chen, damit daraus Wohnkonzepte entste­hen. Wir GRÜNE fordern gemis­chte Wohn­la­gen, Mehrgen­er­a­tio­nen­häuser, betreutes Wohnen und nach­barschaftlich­es Engage­ment. Jed­er soll von jedem prof­i­tieren.

VORWARTSKOMMEN

Schnell in den Urlaub fliegen. Aber keine Flugzeuge über dem Haus­dach dulden? Schnell in die näch­ste Stadt fahren. Aber keine Auto­bahn vor der Haustür rauschen hören? Geht das? Eigentlich nicht. Uns GRÜNEN geht es darum, die Las­ten der Mobil­ität gerecht zu verteilen. Deshalb: Keine zusät­zlichen Starts und Lan­dun­gen in Düs­sel­dorf. Deshalb: Lärm­schutzwände und Verkehrs­beruhi­gung.

Und dann gibt es ja noch das „gute alte“ Fahrrad und den öffentlichen Nahverkehr. Bei­des Lieblings­the­men von uns GRÜNEN. Deswe­gen müssen Rad­wege und Fahrplane weit­er­hin opti­miert wer­den. Aus unser­er Sicht gibt es dazu nichts Neues zu sagen ‒ wir küm­mern uns weit­er darum.

MEHR TRANSPARENZ UND MITSPRACHE

Wie tick­en die Men­schen im Rhein-Kreis Neuss? Selb­st die Poli­tik­er, die für die Men­schen entschei­den, wis­sen es oft nicht. Wir GRÜNE wollen es wis­sen. Wir wollen den Bürg­erin­nen und Bürg­ern mehr Möglichkeit­en der Beteili­gung eröff­nen.

Unser Wahl­pro­gramm zur Kom­mu­nal­wahl gibt es auch als PDF-Datei. Ein­fach hier klick­en.