GRÜNE fordern einen schnellstmöglichen Verkauf der kreiseigenen RWE-Aktien

In der jüng­sten Sitzung des Kreistages stellte die GRÜNE Frak­tion erneut einen Antrag zum Verkauf der krei­seige­nen Aktien an der RWE AG nach Vor­bild der Stadt Neuss und anderen Kreisen.

Bere­its zum wieder­holten Male vertreten die GRÜNEN damit eine ihrer Kern­forderun­gen, im Kreis, keine Gelder in Unternehmen zu investieren, die maßge­blich an der Zer­störung unser­er Umwelt beteiligt sind. „Ger­ade im Süden des Rhein-Kreis­es Neuss wer­den die Schä­den, die der Konz­ern RWE mit sein­er Kohlever­stro­mung anrichtet, mit dem Tage­bau Garzweil­er sicht­bar. Wir fordern daher Investi­tio­nen in Kli­maschutz und Konzepte des Struk­tur­wan­dels anstatt in Kohlekonz­erne.“, erk­lärt Lan­dratskan­di­dat Chris­t­ian Gau­mitz.

Doch auch abseits des umwelt- und klimapoli­tis­chen Argu­ments gibt es gute Gründe, die RWE-Aktien zu veräußern. Während sich der Wert des DAX in den ver­gan­genen 10 Jahren mehr als ver­dop­pelt hat, hat sich jen­er Wert der RWE AG im gle­ichen Zeitraum mehr als hal­biert. Eine finanzielle Aktien­speku­la­tion mit dem Ver­lust­bringer RWE ist somit für unseren Rhein-Kreis Neuss mit weitaus mehr Risiken ver­bun­den, als er Gewinne brin­gen kön­nte.“, ergänzt Kreisver­bandssprech­er Simon Rock.

Im Jahr 2006 haben wir GRÜNE eine Veräußerung der Aktien bei einem Wert von ca. 88€ gefordert, von diesem Wert sind wir heute mit einem aktuellen Kurs von unter 35€ (Stand 21.07.2020) weit ent­fer­nt. „Daher fordern wir die Frak­tio­nen im Kreistag im Sinne unser­er Umwelt, unseres Kli­mas, der nach­fol­gen­den Gen­er­a­tio­nen aber auch mit Blick auf den Haushalt unseres Kreis­es auf, ein­er Veräußerung zuzus­tim­men.“, so Frak­tionsvor­sitzen­der Erhard Dem­mer abschließend.

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