Pressemitteilung: GRÜNE: Familien mit kleinem Einkommen bei Kita-Beiträgen entlasten

Die Kreistagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen wird in der nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses den Antrag stellen, Familien mit einem geringen Einkommen bei den Elternbeiträgen für Kindertagesbetreuung finanziell zu entlasten. Das hat die Fraktion in ihrer Sitzung am 27. Januar 2015 beschlossen.

Bisher sind Eltern ab einem Bruttoeinkommen von 15.000 Euro jährlich bereits verpflichtet, Elternbeiträge zu bezahlen. Die grüne Kreistagsfraktion will diese Grenze deutlich heraufsetzen, wie das in einigen kreisangehörigen Städten bereits geschehen ist. So zahlen Eltern in Meerbusch erst ab einem Einkommen von 30.000 Euro Elternbeiträge.

Mögliche Einnahmeausfälle für den Kreishaushalt sollen dadurch kompensiert werden, dass sehr gut verdienende Eltern höhere Elternbeiträge bezahlen. Da das Aufkommen an Elternbeiträgen bei Geringverdienern ohnehin bescheiden ist, würde auch die Erhöhung für wohlhabendere Eltern modert ausfallen.Darüber hinaus soll die Elternbeitragstabelle vereinfacht werden, um den bürokratischen Aufwand
für die Verwaltung zu reduzieren.

Marco Becker, Kreistagsabgeordneter: „Wir wollen als Grüne ein sozial gerechtere Verteilung der finanziellen Belastung durch Elternbeiträge. Es ist aus Elternbefragungen bekannt, dass Elternbeiträge und das zusätzliche Essensgeld Eltern mit kleinem Einkommen davon abhalten, ihr Kind frühzeitig in der Kita anzumelden. Kitas unterstützen aber den frühkindlichen Bildungserwerb, z.B. beim Erwerb sozialer Kompetenzen und dem Erwerb der deutschen Sprache bei Kindern, in deren Elternhaus kein deutsch gesprochen
wird. Wir erwarten daher eine breite politische Unterstützung für unseren Antrag.

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