Experten zerpflücken schwarz-gelbe Windenergie-Pläne

Zur Experten-Anhörung des schwarz-gel­ben Antrags im NRW-Land­tag zum The­ma Winden­ergie erk­lärt Hans Chris­t­ian Mark­ert, stel­lvertre­tender Frak­tionsvor­sitzen­der und energiepoli­tis­ch­er Sprech­er der GRÜNEN Frak­tion im Rhein-Kreis Neuss:

Uns ist schleier­haft, wie CDU und FDP aus der Anhörung in der let­zten Woche Unter­stützung für ihre umstrit­te­nen Winden­ergie-Pläne her­ausle­sen kön­nen. Die Kri­tik der Exper­tin­nen und Experten war unüber­hör­bar und lässt keinen Inter­pre­ta­tion­sspiel­raum: Juris­ten, Pla­nungs­büros, Kom­munen, Energiev­er­sorgung­sun­ternehmen, Wind­park­be­treiber und Naturschutzver­bände kri­tisieren das geplante Aus­brem­sen der Winden­ergie in NRW. Viel Kri­tik gab es seit­ens der Sachver­ständi­gen beispiel­sweise an der geplanten Abstand­sregelung zur Wohn­be­bau­ung. Sie sei mit­nicht­en rechtssich­er durch­führbar, rufe jedoch große Verun­sicherung bei Kom­munen her­vor. Die von Min­is­ter Pinkwart in die Aus­bau-Erneuerung allein vorhan­den­er Stan­dorte geset­zten Hoff­nun­gen sind nach Ansicht der Experten nicht erfüll­bar. Sie sind in der Regel auch nicht leichter zu real­isieren als die Errich­tung neuer Stan­dorte.

Schon jet­zt sind die Winden­ergieflächen im Rhein-Kreis Neuss um ein Drit­tel reduziert wor­den. Wer sich darüber freut, muss beant­worten, wie die umwelt- und klimapoli­tisch notwendi­ge Energiewende gelin­gen soll. Ger­ade für einen sozialverträglichen und wirtschaftlich ver­ant­wort­baren Struk­tur­wan­del muss jet­zt Schritt für Schritt der Umbau hin zu mehr erneuer­baren Energien ein­geleit­et wer­den. Wer – wie CDU und FDP – jet­zt bremst, riskiert aber einen bru­tal­en Struk­tur­bruch in eini­gen Jahren. Als GRÜNE im Rhein-Kreis Neuss wer­den wir – zusam­men mit Betrof­fe­nen, Gew­erkschaften, Wirtschafts- und Umweltver­bän­den – weit­er­hin an einem nach­halti­gen Struk­tur­wan­del arbeit­en. Dazu gehört auch das Fes­thal­ten am Aus­bau der Wind­kraft.“

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