Wettbewerb “Inklusiver Sportverein”

Sehr geehrter Herr Wel­ter,
wir bit­ten Sie, den oben genan­nten Punkt in die Tage­sor­d­nung der Sitzung des Sportauss­chuss­es am 10. Feb­ru­ar 2014 aufzunehmen:

Beschlussempfehlung:
Der Sportauss­chuss beschließt, zur Unter­stützung der Umset­zung des Inklu­sion­sprozess­es im Rhein– Kreis Neuss einen Wet­tbe­werb „Inklu­siv­er Sportvere­in“ durchzuführen. Prämiert wer­den Sportvere­ine für inklu­sive Sportange­bote. Als inklu­siv gilt ein Sportange­bot, wenn Men­schen mit und ohne Behin­derun­gen gemein­sam zusam­men miteinan­der Sport treiben. Behin­derung ist eine dauer­hafte Beein­träch­ti­gung, die z.B. durch einen Schwer­be­hin­derte­nausweis bescheinigt wird. In Kat­e­gorie 1 wer­den tat­säch­lich beste­hende durchge­führte inklu­sive Sportange­bote prämiert, nach dem Kri­teri­um “beste gelun­gene Inklu­sion”. In Kat­e­gorie 2 wer­den Konzepte zu inklu­siv­en Sportange­boten prämiert, nach dem Kri­teri­um “beste gelin­gende Inklu­sion”. Teil­nah­me­berechtigt sind alle Sportvere­ine im Rhein-Kreis Neuss. Die Wet­tbe­werb­s­beiträge müssen bis zum 1.11.2014 vorgelegt wer­den. Hierzu sind im Haushalt Mit­tel bere­itzustellen.

Zur Begrün­dung sei auf einige Auszüge aus dem Aktion­s­plan der Lan­desregierung zur Umset­zung der UN-Behin­derten­recht­skon­ven­tion vom 03.07.2012, Seit­en 163–164, ver­wiesen:

” … die konkrete Umset­zung der mit inklu­sivem Sport in Verbindung ste­hen­den Anforderun­gen (kann) … aber ohne die Zusam­me­nar­beit mit den Sportvere­inen … nicht bewältigt wer­den.…

Die Erfahrun­gen und Ken­nt­nisse der Sportvere­ine und deren Organ­i­sa­tio­nen sind auf dem Weg in ein inklu­sives Sportange­bot ins­beson­dere für diejeni­gen unverzicht­bar, die ihre Vere­ine im Hin­blick auf die inklu­si­vere Aus­gestal­tung ihres Sportange­bots öff­nen wollen.
.……

In NRW leben rund 2,6 Mio. Men­schen mit ein­er Behin­derung. Von ihnen sind gegen­wär­tig rd. 200.000 Men­schen in ca. 1.500 Vere­inen des Behin­derten-Sportver­ban­des NRW organ­isiert. Aus­ge­hend vom Grund­satz der Stärkung der gle­ich­berechtigten und selb­st­bes­timmten Teil habe behin­dert­er Men­schen, verbindet die Lan­desregierung mit ihrer Förderung das Ziel ein­er ganzheitlichen Reha­bil­i­ta­tion. Sport soll die Erhal­tung und Steigerung der verbliebe­nen kör­per­lichen und geisti­gen Leis­tungs­fähigkeit, die Aktivierung der Eigenini­tia­tive, die Über­win­dung von Hem­mungen und Hemm­nis­sen, den Auf­bau und die Fes­ti­gung der inneren Sta­bil­ität und der Iden­tität und des Selb­stver­trauens bei Men­schen mit Behin­derun­gen unter­stützen. Er soll damit wesentlich zur Verbesserung der Leben­squal­ität von Men­schen mit Behin­derun­gen beitra­gen. Men­schen mit Behin­derun­gen sollen deshalb auch nach­haltig die Möglichkeit erhal­ten, so umfassend wie möglich an bre­it­en­sportlichen Aktiv­itäten auf allen Ebe­nen teilzunehmen.”

Mit fre­undlichen Grüßen
Erhard Dem­mer

gez. Beate Schmidt-Härlen
Frak­tionsvor­sitzen­der sachkundi­ge Bürg­erin

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