Seit Beginn dieser Wahlperiode hat sich die politische Dynamik im Kreistag spürbar verändert. Mittendrin: Unsere grüne Fraktion , die sich mehr denn je als treibende, ordnende und vermittelnde Kraft etabliert hat. Hier ist ein kompakter Einblick in unsere aktuelle Arbeit hinter den Kulissen und die komplexen Mehrheitsverhältnisse im Kreishaus.
Struktur schaffen, wo andere blockieren: Die Gremienverteilung
Gleich zu Beginn der Legislaturperiode stand der Fraktionsvorstand vor einer Mammutaufgabe: Die Besetzung der unzähligen Ausschüsse und Drittgremien im Kreistag zu koordinieren.
Konstruktives Management: Da die CDU zu diesem Zeitpunkt über keine funktionale Geschäftsführung verfügte und sich das Kreistagsbüro komplett heraushielt, ist es maßgeblich unserer Initiative zu verdanken, dass die Verteilung reibungslos, fair und zum Nutzen aller demokratischen Fraktionen über die Bühne ging.
Verlässlichkeit als Markenzeichen: Wir haben bewiesen, dass wir internen Adminvakanzen professionell begegnen können.
Neue Mehrheiten: „Basta-Politik“ erfolgreich eingrenzen
Die Kooperationsverhandlungen haben eine völlig neue Ausgangslage geschaffen: Die CDU verfügt über keine eigene Mehrheit mehr, was sie noch nicht wirklich realisiert haben.
Der progressive Block: Auf der anderen Seite hat sich eine gut funktionierende progressive Einheit aus SPD, Grünen und Linken formiert. Auch wenn dies keine offizielle Kooperation darstellt, ist diese Achse ein starkes politisches Gegengewicht. Wir können damit die klassische „Basta-Politik“ der CDU wirksam eindämmen – es sei denn, die Union sucht ganz bewusst die Mehrheit mit der AfD.
Unberechenbare Verhältnisse: Die AfD stimmt im Kreistag völlig unvorhersehbar mal so, mal so ab. Das führt zu ungewissen Mehrheiten, die im Vorfeld niemand verlässlich prognostizieren kann
Unsere Rolle: Vermitteln, aber ohne Ausverkauf!
In diesem volatilen Umfeld versuchen wir fortlaufend, strittige Punkte bereits vorab mit der CDU und der SPD zu klären. Das ist oft ein hartes Stück Arbeit: Beide Großfraktionen stehen sich häufig mit extrem konträren Positionen gegenüber und glänzen nicht gerade durch Kompromissbereitschaft.
Unsere klare Linie: Die Grünen agieren hier als besonnene Vermittler, um den Kreis handlungsfähig zu halten. Aber klar ist auch: Wir verkaufen uns weder an die CDU noch an die SPD. Inhaltliche Substanz und grüne Kernwerte stehen für uns immer an erster Stelle.
Haushalt: Anerkennung aus der Verwaltung
Wie wichtig unsere zentrale, ordnende Funktion ist, hat sich ganz aktuell bei der Haushaltsaufstellung gezeigt. Auch hier haben wir über Fraktionsgrenzen hinweg moderiert, Kanten geglättet und pragmatische Lösungen gesucht. Dieses strukturierte Vorgehen hat uns parteiübergreifend und insbesondere in der Verwaltung sowie der Kämmerei viel Respekt und Anerkennung eingebracht. Ein starkes Signal, das zeigt: Grüne Finanz- und Kommunalpolitik im Kreis ist verlässlich, kompetent und absolut auf Augenhöhe.