Die Basis von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Rhein-Kreis Neuss hat am gestrigen Dienstag in einer digitalen Mitgliederversammlung entschieden, zur Stichwahl der Landratswahl zwischen Katharina Reinhold (CDU) und Hakan Temel (SPD) am 28. September auf eine Wahlempfehlung zu verzichten.
„Wir wünschen beiden Kandidat*innen alles Gute und werden die kommenden Tage nutzen, um mit allen demokratischen Parteien über unsere Kernanliegen für die neue Legislaturperiode im Kreistag ins Gespräch zu kommen. Dazu gehören zuvorderst Klimaschutz, sozialer Zusammenhalt und nachhaltige Mobilität.“, erklären die Sprecherinnen Birgit Wollbold und Sarah Clemens.
In der Wahlauswertung betonten die Grünen, dass das Ergebnis mit knapp 12% trotz bundespolitischen Gegenwinds eine stabile zweistellige Basis im Kreis sichert. „Der Bundestrend spiegelt sich auch kommunal wider. Das ist ein Signal an die demokratischen Parteien, stärker zusammenzuarbeiten. Die Herausforderungen in den Bereichen Klimawandel, Tagebaufolgen, Verkehrswende, Strukturwandel und offene Gesellschaft bleiben und wir müssen uns diesen Herausforderungen stellen“, so Birgit Wollbold.
Sarah Clemens ergänzte: „Ob jung oder alt, müssen sich die Menschen im Rhein-Kreis Neuss Wohnen und ein würdevolles Leben leisten können. Es ist wichtig, dass jeder und jede sich gerne hier aufhält, hier lebt und gut und sicher von A nach B kommt. Die Devise lautet: Mut haben, die Zukunft zu gestalten und den Status Quo zu hinterfragen. Die Kreis- und Kommunalpolitik sowie die Verwaltung müssen in unseren Augen sichtbarer und öffentlichkeitswirksamer werden, um das Vertrauen der Menschen in Verwaltung und Demokratie zu stärken.“
Mit Blick auf die Zugewinne der AfD bekräftigten BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Rhein-Kreis Neuss ihre klare Abgrenzung. Eine Zusammenarbeit mit der gesichert rechtsextremen Partei schließen sie kategorisch aus. Wichtig ist aus Sicht von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Rhein-Kreis Neuss der Konsens, der auch in der Haltung der beiden Landratskandidat*innen erkennbar wurde.