Noch im Mai dieses Jahres hat der Rhein-Kreis Neuss sein 50-jähriges Bestehen gefeiert. Jetzt steht – wieder einmal, denn das ist nicht das erste Mal und wird vermutlich nicht das letzte Mal sein – passend zur Kommunalwahl die Frage nach einem Austritt der Stadt Neuss aus dem Landkreis im Raum, dem so betitelten „NExit“.
Wir von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Kreisverband Rhein-Kreis Neuss sind uns sicher, dass man die Politik auf Kreisebene noch besser gestalten und kommunizieren kann. Ebenfalls sind wir uns der Tatsache bewusst, dass die Stadt Neuss durch ihre besonders starke und bemerkenswerte wirtschaftliche Leistung eine besonders hohe Kreisumlage zahlen muss.
Anstatt hierauf mit Isolationspolitik im Stile des „Wir gegen die“ zu antworten, befürworten wir GRÜNE RKN eine Politik der Zugewandtheit und des Aushandelns. Wir finden, dass die Verwaltungsprozesse durchaus verbessert werden können, aber wir arbeiten eben am besten zusammen: Umweltschutz, Katastrophenschutz, Rettungswesen, Gesundheitswesen, Förderschulen und eine funktionierende Verkehrswende und Wirtschaftspolitik der Zukunft gelingen unseres Erachtens vor Ort nur gemeinsam. Über die Parameter lässt sich sicher diskutieren. Wir alle wollen und fordern zurecht mehr Bürokratieabbau; Effizienz und schlanke Verwaltungsstrukturen lassen sich mit einem Austritt der Stadt Neuss aus dem Kreis aber sicher nicht erreichen – ganz im Gegenteil.
In Zeiten der Krisenhäufung wollen wir Solidarität leben. Das heißt auch: Solidarität mit den umliegenden Kommunen und Stabilität für die Bürger*innen im Rhein-Kreis Neuss. Gehen wir in Zeiten wachsender gesellschaftlicher Polarisierung gemeinsam die Herausforderungen der Gegenwart an!