Antrag: Eingangsdiagnose für Flüchtlingskinder an Schulen

Bish­er wur­den Flüchtlingskinder ohne erkennbare Ein­stiegs­di­ag­nos­tik den Schulen zugewiesen. Dies führt dazu, dass für die notwendi­ge indi­vidu­elle Förderung im Rah­men der zwei­jähri­gen Regelförder­dauer ein hoher Zeitver­lust entste­ht bzw. entste­hen kann. Um eine indi­vidu­elle Förderung “pass­ge­nau” auf den jew­eili­gen Schüler zuzuschnei­den, kön­nen Infor­ma­tio­nen aus vor­ange­gan­genen diag­nos­tis­chen Ver­fahren sehr hil­fre­ich sein.

In der Sitzung des Sozial- und Gesund­heit­sauss­chuss beantrat­en wir, dass die in die weit­er­führen­den Schulen einzugliedern­den Flüchtlingskinder vor Ein­tritt in die jew­eilige Schule umfan­gre­ich diag­nos­tisch “getestet” wer­den. Dabei soll die Diag­nose schulis­che Vorken­nt­nisse, also den vorge­fun­de­nen Lern­stand, ins­beson­dere im math­e­ma­tis­chen Denken (Math­e­matik) und hin­sichtlich der sprach­lichen Kom­pe­ten­zen (Deutsch und ggf. Fremd­sprachen) erfassen. Teilleis­tungsstörun­gen wie LRS und Dyskalkulie sind dabei geson­dert zu erläutern. Auch motorische Fähigkeit­en und der psy­chis­che All­ge­meinzu­s­tand (Trau­ma­tisierun­gen?) sind zu über­prüfen.

Das Kom­mu­nale Inte­gra­tionszen­trum soll mit dem Schulpsy­chol­o­gis­chen Dienst des Rhein-Kreis­es Neuss zusam­men arbeit­en und sich der all­ge­mein-anerkan­nten diag­nos­tis­chen Stan­dard-Ver­fahren bedi­enen. Anschließend sollen die Ergeb­nisse des diag­nos­tis­chen Gesamtver­fahrens der aufnehmenden Schule mit­geteilt wer­den.

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