Ist die soziale Beratung von Flüchtlingen im Rhein-Kreis Neuss gefährdet?

Die schwarz-gelbe Lan­desregierung hat mit dem Haushalt­s­pla­nen­twurf für das Jahr 2018 die finanzielle Förderung der Flüchtlings­ber­atung in den nor­drhein-west­fälis­chen Kom­munen und Lan­de­sein­rich­tun­gen drastisch gekürzt. Lan­desweit ist eine Reduzierung der Mit­tel um 17 Mil­lio­nen Euro und rund 40 Prozent vorge­se­hen. Die regionale Beratung von Geflüchteten dient der Hil­fe bei behördlichen Ver­fahren und bei der Ori­en­tierung in unserem Gemein­we­sen. Hier ist der Bedarf weit­er enorm hoch, auch wenn der aktuelle Zuzug niedriger ist als in den ver­gan­genen drei Jahren. Auch die Psy­chosozialen Zen­tren führen lange Wartelis­ten. Eine Kürzung ergibt trotz sink­ender Zuzugszahlen auch hier keinen Sinn. Die geflüchteten Men­schen brauchen nicht weniger Hil­fe, son­dern mehr Unter­stützung und Beratungsange­bote.

Ergänzend erk­lärt die Kreistagsab­ge­ord­nete und sozialpoli­tis­che Sprecherin der grü­nen Kreistags­frak­tion, Angela Stein-Ulrich, hierzu: „Bei ein­er lan­desweit­en Reduzierung der För­der­mit­tel um 40 Prozent sind auch im Rhein-Kreis Neuss deut­liche Ein­schnitte bei den hier noch bese­hen­den 12,5 Stellen zu erwarten. Wir wollen das genau wis­sen und haben für die kom­mende Sitzung des Kreis-Sozialauss­chuss­es bei der Ver­wal­tung konkrete Auskün­fte erbeten — siehe unsere Anfrage auf dieser Seite. Soll­ten die Stellen poten­ziell gefährdet sein, wäre auch die weit­ge­hende Zer­schla­gung der Beratungsstruk­turen für Geflüchtete in Rhein-Kreis Neuss bedro­ht. Dies ist für uns GRÜNE nicht hin­nehm­bar!”

Dass die schwarz-gelbe Lan­desregierung — nach den Kürzun­gen hin zur Abschaf­fung des Sozialtick­ets — wieder bei den Schwäch­sten der Gesellschaft Mit­tel stre­icht, empört uns sehr und offen­bart erneut ein sozialpoli­tis­ches Armut­szeug­nis bei den Schwarz-Gel­ben”, so die stel­lvertre­tende Frak­tionsvor­sitzende Susanne Stephan-Gell­rich. “Wir GRÜNE im Rhein-Kreis Neuss wer­den uns Seite an Seite mit den Beratung­sein­rich­tun­gen für deren uneingeschränk­ten Fortbe­stand ein­set­zen.

171207 SozialAS Anfrage Soz.Beratung für Flüchtlinge

 

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