Wahlveranstaltung der Lebenshilfe Neuss

Die Leben­shil­fe Neuss lud am 13.09.2017 die Bun­destagskan­di­dat­en im Hitch zu ein­er Wahlver­anstal­tung ein. Unser sachkundi­ger Bürg­er, Mar­tin Kresse, nahm stel­lvertre­tend an die gut besuchte Ver­anstal­tung teil und schildert seine Ein­drücke.

Diese Wahlver­anstal­tung der Leben­shil­fe Neuss wurde von Men­schen mit Behin­derung gut angenom­men. Zuerst wurde ein Film gezeigt und das Wahlver­fahren erläutert. Der Film war paar Jahre alt und in dem Film fehlte die Partei AfD. Das fiel direkt auf. Ein Zuhör­er forderte dazu auf, man dürfe doch auf keinen Fall die AfD wählen. Mar­tin Kresse dazu: “Das stimmt! Die AfD ver­fol­gt zum Teil Ziele, die mit dem Grundge­setz nicht übere­in­stim­men. Das Men­schen­bild der AfD ist ras­sis­tisch und anti­demokratisch, frauen­feindlich und gren­zt Men­schen mit Behin­derung und Flüchtlinge aus. Funk­tionäre der AfD muss man eine klare Kante zeigen, ihre men­schen­ver­ach­t­ende Sprüche hart attack­ieren. Auf Wäh­ler, die möglicher­weise AfD wählen, muss die Poli­tik zu gehen. Sie müssen wieder für die Demokratie gewor­ben wer­den. Mit ihnen muss man das Gespräch suchen, sie fra­gen, was sie in den Protest treibt, auf ihre Sor­gen muss Poli­tik Antworten geben.
Andere Zuhör­er beschrieben, dass sie sich nicht mehr trauen, sich in der Öffentlichkeit frei zu bewe­gen. Ihr Angst­ge­fühl sei ein wichtiger Rat­ge­ber, meinte Mar­tin Kresse dazu. Sie soll­ten sich in Grup­pen verabre­den für Auße­nak­tiv­itäten, sie soll­ten ihre Betreuer fra­gen, ihre Fre­unde, ihre Fam­i­lie, um nicht alleine unter­wegs zu sein. Sehr wirk­sam sei auch so Kresse weit­er, wenn einem mul­mig sei, jeman­den an der Hal­testelle z.B. konkret anzus­prechen: Jemand konkret ansprechen, ist der beste Weg um Hil­fe zu bekom­men. Auf jeden Fall soll man nicht vor lauter Angst zu Hause bleiben. Wenn man jemand konkret anspricht, wird man unter­stützt. Dann legt sich die Angst.

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