Pressemitteilung: Kreis-CDU ohne eigene Ideen und Anstand

Die CDU im Rhein-Kreis Neuss ist vom the­men­be­zo­ge­nen Wahlkampf des Lan­dratskan­di­dat­en Hans Chris­t­ian Mark­ert und des Kaarster Bürg­er­meis­terkan­di­dat­en Chris­t­ian Gau­mitz, bei­de von Mehrparteien-Bünd­nis­sen getra­ge­nen, über­rascht wor­den. Offen­sichtlich man­gelt es ihr an eigen­ständi­gen Konzepten und Ideen und an poli­tis­chem Anstand“, kri­tisiert Erhard Dem­mer, Frak­tionsvor­sitzen­der der Bünd­nis­grü­nen im Kreistag. Anders sei nicht zu erk­lären, warum führende Vertreterin­nen und Vertreter der Christ­demokrat­en nun ein­er­seits einige Pro­gramm­punk­te der bei­den Kan­di­dat­en – wie die Nord­kanal-Entschlam­mung, die Real­isierung ein­er staatlichen Fach­hochschule im Rhein-Kreis oder den Aus­bau der Regiobahn S28 – wenig konkret für sich reklamierten oder gar das kom­plette Gegen­teil dessen vertreten wür­den, was noch vor weni­gen Wochen, etwa zur Nord­kanal-Prob­lematik, dargestellt wurde.

Dem­mer meint, man solle dabei die Urteil­skraft von Bürg­erin­nen und Bürg­ern nicht unter­schätzen. Jed­er wisse doch, wer derzeit und in der Ver­gan­gen­heit im Rhein-Kreis poli­tis­che Ver­ant­wor­tung trage und getra­gen habe. Für die Wirtschafts­förderung und die Struk­tur­poli­tik im Rhein-Kreis sei der Lan­drat zuständig, Auf­sicht­sratsvor­sitzen­der der Regiobahn sei mit Dr. Chris­t­ian Will auch ein Christ­demokrat. „Was aber hat sich in Sachen staatliche Fach­hochschule und Aus­bau der Regiobahn S 28 bish­er getan? Hat es denn wirk­lich ern­sthafte Bemühun­gen gegeben?“ fragt der Kreistagsab­ge­ord­nete.

Auch die Nord­kanal-Entschlam­mung sei in der Ver­gan­gen­heit von den Christ­demokrat­en nicht betrieben wor­den. Ganz im Gegen­teil. Bei ein­er nun ins Spiel gebracht­en Kos­ten­teilung zwis­chen Land und Region falle der Blick sehr schnell auf den Vor­sitzen­den des Nord­kanal-Ver­ban­des. „Der heißt Franz-Josef Moor­mann – oben­drein seit vie­len Jahren Bürg­er­meis­ter in Kaarst und CDU­Mit­glied.“

Nun, wo die bei­den Mehrparteien-Kan­di­dat­en Hans Chris­t­ian Mark­ert und Chris­t­ian Gau­mitz genau diese bis­lang von der CDU abgelehn­ten oder allen­falls zöger­lich betriebe­nen The­men auf­greifen wür­den, wolle man allen Ern­stes den Ein­druck ver­mit­teln, man sei hier engagiert. „Das ist eine allzu offen­sichtliche Wäh­lertäuschung. Ver­mut­lich fehlen nach mehr als 40 Jahren eigene Ideen und Konzepte“, sagt Dem­mer.

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