Pressemitteilung: Buntes Bündnis unterstützt Landratskandidat Hans Christian Markert

Wenn fünf Parteien sich auf einen Kan­di­dat­en eini­gen, ist das „kein alltäglich­er Vor­gang“, wie Arno Jansen (SPD) es zu Beginn der Wahlver­samm­lung aus­drück­te, son­dern es sei schon ein markantes poli­tis­ches Ereig­nis.

Ein buntes Bünd­nis aus SPD, Grü­nen, Linken, Pirat­en und Die Aktive trägt die Lan­dratskan­di­datur von Hans Chris­t­ian Mark­ert. Mit 96,2 % der von allen Parteien in getren­nten Wahlver­samm­lun­gen abgegebe­nen Stim­men wurde der Volljurist im Alten Schloss in Greven­broich (am Fre­itagabend) gewählt. Am 13. Sep­tem­ber 2015, dem Tag der Lan­dratswahl, kommt es damit zum poli­tis­chen Duell des Land­tagsab­ge­ord­neten aus Kaarst mit dem derzeit amtieren­den, von zwei Parteien und ein­er Wäh­lerge­mein­schaft getra­ge­nen Lan­drat des Rhein-Kreis­es Neuss.

Bejubelt von den über 200 anwe­senden Mit­gliedern des Fün­fer-Bünd­nis stellte Mark­ert in ein­er ful­mi­nan­ten Rede vier Eck­punk­te seines poli­tis­chen Wahl­pro­gramms her­aus. Gemäß dem des Prinzips Nach­haltigkeit eige­nen Gle­ichk­lang von Wirtschaft, Sozialem, Ökolo­gie und demokratis­ch­er Teil­habe will Mark­ert sich für eine zukun­ft­sori­en­tierte Wirtschaft­spoli­tik ein­set­zen, die mit inno­v­a­tiv­en Ideen den Indus­tri­e­s­tandort Rhein-Kreis Neuss in einem Prozess des Struk­tur­wan­dels weit­er entwick­elt und dabei auch Handw­erk und Mit­tel­stand mit­nimmt. Sein Beken­nt­nis zum Indus­tri­e­s­tandort ver­band Mark­ert mit einem Aufruf zur Sol­i­dar­ität mit den Men­schen im Braunkohle-Revi­er, die vor einem Struk­tur­bruch zu schützen seien.

Dass der gemein­same Kan­di­dat dazu fähig sei, hob Rain­er Thiel, Frak­tionsvor­sitzen­der der SPD im Kreistag, am Beispiel der von Mark­ert im Land­tag geleit­eten Enquete-Kom­mis­sion zur „Zukun­ft der Chemie in NRW“ her­vor. Dort habe er alle Frak­tio­nen unter einem gemein­samen Dach vere­int.

Als Zeichen „sozialpoli­tis­ch­er Sen­si­bil­ität“ will Mark­ert zusam­men mit den Städten und Gemein­den für bezahlbaren Wohn­raum sor­gen und in jedem öffentlichen Gebäude im Rhein-Kreis Neuss Bar­ri­ere­frei­heit ermöglichen. Auch die Unter­stützung des Inklu­sion­sprozess ist für ihn eine Herzen­san­gele­gen­heit.

Im Sinne der ökol­o­gis­che Ver­nun­ft, der dritte Eck­punkt in Mark­erts Wahl­pro­gramm, gelte es, so viele Bäume zu pflanzen, dass die hiesige Region das Etikett „waldärm­ster Kreis“ ver­liere. Auch den Gewässer­schutz (Stich­wort: Nitrat) und das Grund­wasser­man­age­ment stellt der Bünd­nis-Kan­di­dat als wichtige Auf­gabe her­aus. Ganz Experte auf diesem Gebi­et wies er auch auf die Notwendigkeit ein­er Abfall Kreis­laufwirtschaft hin.

Das von Dr. Joachim Paul (Pirat­en) in seinem Gruß­wort ver­wen­dete Bild, das Kreishaus müsse mal ordentlich durch­lüftet wer­den, griff Mark­ert gerne auf und betonte, wie wichtig prak­tizierte Demokratie und Tol­er­anz seien. Er wolle auch Nichtwäh­ler für eine „würdi­ge Demokratie“ zurück­gewin­nen und eine „echte Willkom­men­skul­tur im Rhein-Kreis“ ver­ankern.
Dazu soll eine Beratungsstelle für Demokratie und Tol­er­anz dienen, die „eine Anlauf­stelle für Opfer von Frem­den­feindlichkeit und Aus­gren­zung“ gle­ichzeit­ig aber auch ein Ort sein solle, in dem Bürg­er­an­liegen gesam­melt wür­den, die dann in eine gemein­same Poli­tik mit den Bürg­ern ein­fließen müssten.

Als „Bürg­er-Lan­drat“ wolle er darauf acht­en, dass Men­schen, die auf einem oft beschw­er­lichen Weg vor Krieg und Gewalt in ihrer Heimat nach Deutsch­land flücht­en, nicht an den Stad­trand abgeschoben wer­den, son­dern “im Herzen der Gesellschaft” willkom­men sein müssen.

Bürg­er-Lan­drat zu wer­den, das trauen die Sprech­er der fünf Bünd­nis­part­ner, ob Gertrud Ser­vos (SPD), Agnes Groschke-Faruß (Grüne), Oliv­er Schulz (Linkspartei), Dr. Joachim Paul (Pirat­en) und Gabi Part­ing (Die Aktive) ihrem Kan­di­dat­en Hans Chris­t­ian Mark­ert zu. Er, so stellte es Erhard Dem­mer, Frak­tionsvor­sitzen­der der Grü­nen im Kreistag in einem abschließen­den Gruß­wort her­aus, könne auf die Men­schen zuge­hen, ihnen zuhören, aus dem Aufgenomme­nen poli­tis­che Ini­tia­tiv­en entwick­eln und diese auch umset­zen. Mark­ert sei bes­timmt kein Lan­drat, der „vom hohen Ross“ herab Poli­tik mache.

Und als hätte es dafür noch eines Beweis­es bedurft, bedank­te sich der gemein­same Lan­dratskan­di­dat des Fün­fer­bünd­niss­es bei allen Unter­stützern, sagte zu, die ver­schiede­nen Anre­gun­gen aus den fünf Parteien aufzu­greifen und appel­lierte an alle: “Lasst uns auf­brechen, gemein­sam, bunt und stark — dann pack­en wir das!”

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